Ein freundliches Hallo aus Helsinki…

23 Uhr....
23 Uhr....

Mir geht es gut. Ich habe mich langsam gut eingelebt und schaffe den Schreibtisch mit den täglichen Routinearbeiten fast allein. Klar gibt es noch viele Fragen. Der gesamte Ablauf und vor allem die Rechnungsangelegenheiten sind noch ein kleines rotes Tuch, aber ja, für nun 9 Tage bin ich zufrieden. Tja Sankt Peterburg… ich war da, wenn auch nur im Hafen. Ich hatte mir vorgenommen, die erste Tour an Bord zu bleiben. In meiner Kabine komme ich leider noch nicht so klar, jeden Tag werden die Sachen woanders hingelegt, also das System fehlt noch. Wir haben hier den kleinen Luxus innerhalb von 24 Stunden verpasste Sendungen im Fernsehen zu schauen. Gibt es bestimmt ein Fachwort für, ich weiß es grad nicht.


Gestern war nun endlich mal an Bord ein wenig unterwegs. Julia (Nurse), ihr Freund Danny (1. Offizier) und ich haben uns zuerst eine Varieté-Show angeschaut. Es war unbeschreiblich faszinierend, tolle Akrobatik, einfach wunderschön. Dann noch einen leckeren alkoholfreien Cocktail am Pooldeck bevor es dann endlich auch in die Anytime-Bar ging. Also ich konnte endlich mal wieder tanzen. Es war einfach toll, die Stimmung, die Musik und das besondere Flair auf der Ostsee tanzen zu gehen. Lange habe ich nicht „gemacht“. Nach eurer Zeit bis kurz nach 0.30 Uhr. Immerhin bin ich hier noch eine Stunde voraus. Heute Nacht gibt es dann noch wieder eine Stunde dazu und ich lebe wieder in eurer Zeit (Jan mal ausgenommen).


Tja und weil ich ja auch noch Studentin bin, kann ich stolz sagen, dass ich langsam auch meine Zeit dafür finde. Gestern habe ich achtern 2 Stunden gut geschrieben. Es dauert schon, sich wieder in die Materie hineinzufinden. Egal. Gleich noch ne Stunde und morgen auch. MORGEN kann ich endlich mal wieder ausschlafen, was aber auch bedeutet, dass ich morgen ab 16 Uhr meinen ersten Dienst habe. PUH. Dienst heißt dann, dass ich von 16 – 16 Uhr arbeite. Von der Arbeit her passt es, vor den Räumlichkeiten müsste ich noch sicherer werden. Aber auch das kommt mit der Zeit. Wir haben die Tage unsere Notfalltaschen durchgeschaut. Das besondere für mich ist, dass wir auf Deck 14 noch ein Not-Hospital haben. Interessant und irgendwie aber auch sehr sinnvoll. Ich werde hier natürlich im Blog keine Details loswerden. Aber meine Arbeit ist nun facettenreicher geworden. So irgendwie von allem etwas, Röntgen, EKG, Blutentnahme, Zahnbehandlung, Steri und Verbandwechsel gehören dazu. Mir macht es Spaß, kein Tag ist wie der andere. Ich brauche und genieße das.


Weil gerade bei Abwechslung bin. Heute Abend geht es nicht in die Anytime-Bar, sonder in die Sushi-Bar. Marika (Nurse) gibt ihren Abschied, sie wird uns in Warnemünde verlassen. L Das ist jetzt schon a bissl komisch, hat sie mich doch so toll eingearbeitet und geht jetzt „einfach“. Aber das wird mir noch öfter so gehen. Es gibt hier einen stetigen Wechsel der Crew.


Warnemünde, ich freu mich darauf. Die Einfahrt ist ja so gegen 6 Uhr. Ich werde auf dem Crew-Deck Warnemünde und meine Eltern begrüßen. JUCHU. Liebe MuP, ich werde sehr wahrscheinlich sogar länger als 13 Uhr für euch Zeit haben. Begrüßen werde ich euch natürlich in Uniform. Nur so kann ich mich dann mit euch auch ohne Pin an Bord frei bewegen. Wir wollen gemeinsam einen Kaffee trinken gehen und meine tausend Sachen, die sie schon in Bentheim von mir bekommen haben, in die Kabine bringen. Danach geht es raus an Land zum Frühstück. Na, ich denke da an das Café Röntgen. Jippie. Hoffentlich ist das Wetter schön, so dass wir eine Menge Zeit draußen erleben können. Und Fotos müssen wir machen und einfach alles!!! J


So heute Abend geht es dann nach Stockholm. Den Hafen kenne ich ja nun schon. J


So, ich habe euch nun ganz schön gefordert. Ich hoffe, ihr hattet Spaß beim Lesen.


Und ich freu mich schon mal die ein oder andere Urlaubskarte von euch zu bekommen. Die Adresse bleibt erst mal bestehen. Ab September gibt es dann eine neue. Seid lieb gegrüßt!!!


Eure Anja

Kommentar schreiben

Kommentare: 0

Bis zum 27.10.11

1860 Besucher

seit 27.10.2011